Wie (dich) weiter (fliegen lassen)?

Der Tod konfrontiert uns mit den zentralsten Fragen unseres Daseins. Jeder Tag, den wir (er)leben dürfen, ist gleichzeitig auch ein stiller Abschied – von der Jugend, von Träumen, vom Gewohnten oder der Gesundheit. Diese Erfahrung widerspricht der Illusion von Unsterblichkeit, welche uns geprägt hat. Der Mensch möchte insgeheim an seine Unverwundbarkeit glauben – wohlwissend, dass diese für niemanden existiert.

Und so negieren wir zuweilen auch den Tod einer nahestehenden Person. Doch trotz allem Fortschritt bleibt der Verlust eines vertrauten Menschen etwas Einzigartiges: kein Wissen, keine Technik und keine Vernunft können den inneren Schmerz aufheben. Die Auseinandersetzung mit diesem „Nie mehr und doch überall“ stellt eine enorme seelische Herausforderung dar.