
Trauer nach Suizid
Wenn sich ein Mensch selbst entschieden hat, aus dem Leben zu gehen, geht dies bei den Angehörigen nicht selten mit einer erschwerten Trauer einher.
Und das nicht nur weil Suizid – obwohl es einer der häufigsten Todesursachen in Deutschland ist – an sich immer noch stark tabuisiert wird. Er hinterlässt Angehörige oft mit mehr Fragen als Antworten, manchmal auch mit Wut, Schuld- und Versagensgefühlen oder Sprachlosigkeit. Hinterbliebene berichten oft von einem „Gefühl der Bodenlosigkeit“: Es erscheint insbesondere anfangs unmöglich, einen Platz für diese Realität zu finden.

Hinzu kommt, dass Suizid häufig mit Scham und dem Gefühl einhergeht, nicht offen über die Todesursache sprechen zu dürfen. Offene Kommunikation im Umfeld ist jedoch oft ein wichtiger Faktor Stigmatisierung entgegenzuwirken.
In meiner Begleitung biete ich Möglichkeiten an, dem Unfassbaren Worte zu geben, widersprüchliche Gefühle auszusprechen und neue Formen von Verbundenheit zu finden. Dazu kann gehören, die Geschichte des verstorbenen Menschen und seine Not anzuerkennen und die eigene Lebensberechtigung und Zukunft wieder entdecken zu dürfen.



